20
Mai

Innehalten – Nachspüren – Kongress 2016: „Spiritualität im Leben“

Spiritualität ist gesellschaftsfähig geworden. Die Dominanz von Technologie, Materialismus und Medialität fordert eine Rückbesinnung nach Innen. Was gibt uns Orientierung und Halt in Zeiten eines schnellen, kulturellen und gesellschaftlichen Wandels? Woher nehmen wir unsere Werte? Wie erfüllen wir unsere Sehnsucht nach Transzendenz? Wie bestimmen und erfahren wir einen größeren Zusammenhang, in dem wir unseren Platz finden? Religion und Glaube wirken veraltet. Wie können sie sich erneuern und moderne Antworten geben?

Spiritualität ermöglicht individuelle Wege der Erfahrung, die oft verwirrend sind. Die spirituellen Wege schöpfen aus alten Traditionen und vermischen häufig tiefe Weisheitslehren mit spekulativen Glaubensinhalten. Im Kern entfalten sie unser Bewusstsein. Sie befreien unser alltägliches Ich-Bewusstsein hin zur nondualen Erfahrung des Einsseins und Aufgehobenseins im Unbekannten und Absoluten. Aber ist diese Spiritualität noch zeitgemäß?

Vielleicht geht es gegenwärtig darum, eine Spiritualität zu entwickeln, die nicht von dieser Welt und dieser Wirklichkeit befreit, sondern sich mitten im Leben entfaltet. Wie kann eine solche Spiritualität im Leben aussehen? Kann sie unser Leben zum Erblühen bringen und diese Evolution weiterentwickeln? Kann sie nicht nur ein individueller Weg sein, sondern ein Weg des gemeinsamen Lebens? Kann sie uns helfen, dieses Leben in Würde, in Liebe, in Schönheit, in Mitgefühl, im Spiel, im Tanz zu leben? Kann sie uns helfen, die Destruktivität und die Schattenseiten des Lebens zu integrieren? Kann sie uns helfen, unsere Sterblichkeit anzunehmen und dem Tod gewachsen zu sein?

Vielleicht stehen wir am Anfang einer neuen zeitgemäßen abendländischen Spiritualität, die nicht nur ein Weg des Bewusstseins ist, sondern ebenfalls ein Weg des Dialoges, des Gestaltens, des gemeinsamen Entfaltens unseres Lebens. Wir haben den Mut, uns diesen Fragen zu stellen. Wir haben den Mut, dieses Thema gesellschaftlich sichtbar zu machen: Was bedeutet eine zeitgemäße Spiritualität im Leben, im Gesundheitswesen, in der Psychotherapie, in der Wirtschaft, in der Führung, in der Schule, in der Wissenschaft und in unserer Gesellschaft?

Mehr als 60 namhafte Referenten gaben in der unvergleichbaren Atmosphäre des historischen Regentenbaus in Bad Kissingen hierzu Impulse. Einige möchten wir Ihnen nennen:

  • Dr. Claus Eurich – Spiritualität im Leben – Was du suchst, ist das was sucht
  • Dr. Joachim Galuska – Eine Spiritualität des Lebens
  • Martin Bruders und Axel Perinchery – Spiritualität mitten im Leben – The Integral Roadshow
  • Albrecht Mahr – Wege und Irrwege zu innerem Frieden
  • Dr. Dr. Ingrid Riedel – Selbsttranszendenz – Vertrauen als die Kunst, über sich hinauszugehen

Alle Vortragsreferenten unseres Kongressprogramms, sowie einen Bilderrückblick finden Sie in unserer Galerie.

Wir möchten Sie einladen innezuhalten und nachzuspüren, oder falls Sie am Kongress nicht teilnehmen konnten ihn ein wenig zu erkunden. Aus diesem Grund freuen wir uns, zusammen mit unserem Kooperationspartner Auditorium Netzwerk, Ihnen zwei Vorträge kostenfrei präsentieren zu dürfen:

Vortrag 1: Im Zentrum steht jetzt das Herz – Annette Kaiser

Vortragsbeschreibung:

Die heutige Spiritualität vermag Innen und Außen, evolutionäre Dynamik und absolute Stille, Ruhe und Bewegung in sich zu vereinen. Das Leben IST – genau so! Sie stellt sich mitten ins Leben – lokal/global – ringt um Gleichgewichte, im eigenen Wesen, im Du und Ich, verwurzelt im “Nichts-Alles” – und dies alles zugleich. Spiritualität ist eine Lebensweise. Das Herz der Herzen steht dabei im Mittelpunkt. Es versteht, in Einfachheit das Komplexe in dieser Welt in Liebe zu halten.

Referentenbeschreibung:

 

Annette Kaiser ist spirituelle Lehrerin und spirituelle Leiterin der „Villa Unspunnen“ (CH) und führt seit 1991 weltweit Meditations-Retreats durch. Sie folgt dabei dem pfadlosen Pfad der Liebe, den Irina Tweedie ihr vermittelte. Annette Kaiser ist Autorin mehrerer spiritueller Bücher, hat den „Einen Übungsweg DO“ entwickelt und unterrichtet die Kunst der spirituellen Traumarbeit. Als Visionärin einer Universellen Spiritualität engagiert sie sich für EINE Welt – EINE Menschheit – EIN Bewusstsein – lokal/global.

 

 

 

Vortrag 2: Eine Spiritualität des Lebens – Dr. Joachim Galuska

Vortragsbeschreibung:

Die konventionelle weitverbreitete Spiritualität setzt an unserem Bewusstsein an und entfaltet dies hin zur nondualen Erkenntnis der Wirklichkeit. Eine neue abendländische Spiritualität dagegen entwickelt das Bewusstsein, um das Leben zu vergegenwärtigen und zum Erblühen zu bringen. So befreit sie nicht vom Leben sondern zum Leben. Jedes individuelle und persönliche Leben kann erfahren werden als Teilhabe am gemeinsamen Leben, mehr noch als Ausdruck des Lebens selbst, das sich als Evolution entfaltet und erwacht. Das Leben lebt als ich, als du, als wir und als alles, das lebt. Wie ist es in Ehrfurcht vor dem Leben zu leben? Was bedeutet es, Gestalter einer lebendigen Evolution zu sein?

Referentenbeschreibung:

 

Dr. Joachim Galuska ist Gründer und Gesellschafter der Heiligenfeld Kliniken und der Akademie Heiligenfeld, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie; Herausgeber verschiedener Bücher und Artikel zu den Themen Bewusstsein in Psychotherapie und wirtschaftlichem Handeln.

 

 

 

 

Sie möchten mehr Heiligenfelder Kongresse nachspüren? Dann freuen Sie sich auf den Kongress 2017: „Liebe“.