Interview mit Dr. Michael Schonnebeck

„Wer sind wir eigentlich? …in Zeiten von“ – diese Frage steht im Zentrum des Heiligenfeld Kongresses vom 7. bis 10. Mai 2026. Einer der Referenten ist Dr. Michael Schonnebeck, Leitender Arzt der Tagesklinik am Hansaring in Köln. Zudem engagiert er sich für Natur- und Umweltschutz.

 

Wir haben ihm im Vorfeld vier Fragen gestellt.

 

Herr Dr. Schonnebeck, was treibt Sie in Ihrem beruflichen und persönlichen Wirken an?

Genauso lange, wie mein Engagement für das menschliche Miteinander und die daraus resultierende psychosomatische Arbeit dauert, bin ich engagiert in Natur- und Umweltschutz. So bewegt mich in den letzten Jahren gerade die Frage, wie wir nachkommenden Generationen eine lebenswerte planetare Um- und Mitwelt übergeben können.

 

Was war für Sie ein prägendes Erlebnis in ihrem Leben?

Am meisten beeindrucken mich persönliche Begegnungen, die mit ausreichend Zeit und Zuwendung erfolgen, und bei denen es dann zu einem vertieften Austausch und gegenseitiger Anregung kommt. Nach solchen Treffen fühle ich mich oft noch über Stunden oder Tage beschenkt und belebt.

 

Was verbinden Sie mit dem diesjährigen Kongressthema „Wer sind wir eigentlich?…in Zeiten von“?

Ein ungewöhnliches, aber pfiffiges und zum eigenen Denken anregendes Motto.

 

Warum wollen Sie Teil des Heiligenfeld Kongresses sein?

Mein Referatsthema ist mein Herzensanliegen: wie können wir unsere Gesellschaft verstehen mit ihrer zögernd-insuffizienten Umgang mit der Klimakrise und wie können wir günstig auf sie einwirken? Hier betrachte ich den Heiligenfeld-Kongress als herausragende Begegnungsstätte von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, die dieser Frage mit großer Offenheit und Reflexionsbereitschaft begegnen werden. Und da der Klimakrise kein Informations- sondern ein Umsetzungsproblem zugrunde liegt, ist die Psychologie von Großgruppen eine entscheidende Stellschraube. Wo also, wenn nicht auf einem solchen Kongress, könnte nach neuen Wegen gesucht werden?

 

Was möchten Sie den Kongressteilnehmern schon jetzt mit auf den Weg geben?

Die Klimakrise ist so groß und umfassend, dass jeder Mensch, jede Institution und jede Großgruppe, die beteiligt ist an dem übergroßen Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen, sich ihrer eigenen Verantwortung stellen muss.

 

Vielen Dank für das Interview.