13
Jun

Voneinander lernen – Miteinander sein – Besondere Momente erleben: Mentoringprogramm am Kongress „Kairos“

Unter diesem Motto könnte das Mentoringprogramm des Kongresses stehen, sagte Anita Schmitt, Leiterin der Akademie Heiligenfeld in Bad Kissingen. 18 Studierende nahmen im Rahmen des Mentoringprogrammes am Kongress teil und hatten mit ihrem persönlich zugeteilten Mentor eine besondere Zeit auf dem großen Heiligenfelder Kongress in Bad Kissingen.

Das Mentoringprogramm wurde von einer Studentengruppe der FH Würzburg-Schweinfurt im Rahmen eines Projektseminars unter Leitung ihrer Lehrbeauftragten Anita Schmitt im Jahr 2014 konzipiert und in diesem Jahr zum vierten Mal erfolgreich durchgeführt.

Im Vorfeld des Kongresses schrieb die Akademie Heiligenfeld in verschiedenen Medien die Teilnahme an dem Veranstaltungsteil aus. Vorteile für die Mentees sind neben der Teilnahme an interessanten Vorträgen, Workshops und am Rahmenprogramm, das Knüpfen von Kontakten mit Führungskräften, der Aufbau einer Partnerschaft zwischen Mentor und Studierende, das generationsübergreifende Zusammentreffen von Mentor und Mentee und der ganzen Gruppe des Mentoringprogrammes, der Interessen- und Informationsaustausch. Die Mentoren sind Teilnehmer des Kongresses, die freiwillig als Mentor bei der Akademie melden. Die Mentoren lassen sich auf die Begegnung mit jungen Menschen ein, lernen voneinander und gehen miteinander ein Stück des Weges. Das kann am Kongress sein, aber auch darüber hinaus, sagt Anita Schmitt. Für die Mentoren bieten sich auch einige Vorteile, wie zum Beispiel die Reflektion des eigenen Karriereweges, das Gewinnen von neuen Impulsen für die eigene Arbeit, die Weiterentwicklung sozialer und kommunikativer Kompetenzen, die Erweiterung des eigenen Netzwerkes und die Förderung von jungen Menschen. Nach Bewerbungsschluss, der meist Ende März vor dem Kongress liegt, nimmt Anita Schmitt eine Zuteilung der Paare passend zum Profil vor. Die Mentoren und Mentees erfahren erst am Kongress in der Eröffnungsveranstaltung wer mit wem den Kongress durchläuft, um im hier und jetzt sich auf den anderen einzulassen und sich im voll und ganz zuzuwenden, gibt Anita Schmitt Auskunft. Die Begegnungen zwischen Mentoren und Studenten werden moderiert. In diesem Jahr begleiteten Marilisa Herchet und Tobias Stute die beiden Gruppen. Die Psychologiestudentin Marilisa Herchet und der Pädagogikstudent Tobias Stute erteilten eine kleine Arbeitsaufgabe, die das Mentoren-Mentee-Paar in der Zeit von Donnerstag bis Samstagabend bearbeiten durfte. „Nur das Kennenlernen und die Reflexionsphase sind vorgegebene Termine“, gibt Marilisa Herchet Auskunft zum Ablauf während des Kongresses. Wir möchten, dass sich die Teilnehmer am Mentoringprogramm nach ihrem Rhythmus und Bedürfnissen treffen können und das „Gemeinsame“ miteinander gestalten, ergänzt Tobias Stute.

In diesem Jahr waren 18 Studierende und 18 Kongressteilnehmer am Mentoringprogramm angemeldet. Die Studierende waren im Alter von 20 bis 52 Jahren und die Mentoren zwischen 30 und 70 Jahren.

Die Mentorin Heidemarie Langer war gerne Mentorin und sagte: „Die Begegnungen mit den zugedachten Mentee waren kostbar. Ich konnte von ihr und ihren Wahrnehmungen lernen und sie zu anderer Zeit in ihren Berufswünschen und Träumen ein wenig begleiten. Welch lebendige Transgeneration-Erfahren!“. Natalie Sat ergänzte als Mentorin: „Der Perspektivenwechsel von Mentee zur Mentorin, von Teilnehmerin zur Referentin war spannend und Horizont erweiternd. Danke für diese wunderbare Gelegenheit. Ich kann mir gut vorstellen, auch im kommenden Jahr wieder als Mentorin dabei zu sein, denn das Mentoringprogramm öffnet den Raum für Begegnungen auf Augenhöhe zwischen den Generationen. In wertschätzender und offener Weise werden Bande geknüpft, ohne überhaupt erst eine Hürde entstehen zu lassen. Dass daraus Kairos Momente erwachsen, geschieht beinahe wie von selbst.“ Die Studierenden waren insgesamt von der gesamten Idee begeistert und erstaunt über die intuitiv richtige Zuordnung der Paare, die bereichernde Vorträge und Workshops, das Miteinander und die Verbundenheit in Freiheit, sowie dem wertschätzenden, offenen, ja liebevollem gemeinsame Umgang. Die Medizinstudentin Eva Tjaden-Neetz sagte: „Es war ein sehr interessanter und anregender Austausch, der hoffentlich auch noch weitergehen wird. Die Vorträge, Workshops und das ganze Angebot rundherum sind sehr reichhaltig und gehaltvoll. Aber wenn man allein zu dem Kongress kommt, ist es gerade besonders wichtig, auch danach Austauschpartner zu dem Erlebten zu haben!“.

Auch im nächsten Jahr bietet die Akademie Heiligenfeld das Mentoringprogramm am Kongress an. Der Kongress findet vom 16. – 19.05.2019 zum Thema „Achtsamkeit“ statt. Eine Bewerbung ist ab Herbst möglich.