17
Mai

Innehalten – Nachspüren – Kongress 2013: „Bewusstsein“

Angesichts der enormen technologischen Fortschritte und unserem Wissen über unsere äußere Natur, benötigen wir ein neues Gleichgewicht in der Vertiefung und Erweiterung des Wissens und der Kompetenzen unseres “Weltinnenraums” (Rilke), also unseres Bewusstseins. Dies erfordert eine zunehmende wissenschaftliche Erforschung dessen, wie unser Bewusstsein funktioniert: biologisch, psychologisch, spirituell, sozial, individuell, kollektiv, ästhetisch. Es erfordert darüber hinaus die Entwicklung einer Bewusstseinskultur, die uns hilft, als Menschheit aufzuwachen und uns unseres Bewusstseins bewusst zu werden, einer Kultur der gemeinsamen Vergegenwärtigung unseres Bewusstseins und unserer Bezüge. Und schließlich geht es darum, diese besondere Würde unseres Menschseins, Bewusstsein zu besitzen, verantwortlich weiterzuentwickeln, unseren Platz in der Evolution besser zu verstehen und mehr und mehr bewusste Gestalter unseres Lebens und unseres Zusammenlebens zu werden.

Der Kongress stellt diese fundamentale Qualität unseres Menschseins ins Zentrum und lässt Menschen zu Wort und ins Gespräch miteinander kommen, die sich im deutschsprachigen Raum am fundiertesten und intensivsten schon über Jahrzehnte mit dieser Thematik beschäftigen. Er wird sowohl den Stand der Wissenschaft zu wesentlichen Schwerpunkten sichtbar machen, als auch neue Einblicke in das Potential unseres Bewusstseins geben. Schließlich ist der Kongress als Erfahrungsraum konzipiert, der unser Bewusstsein selbst berühren, vertiefen und erweitern kann. So verspreche ich Ihnen einen Kongress der besonderen Art, mit einem einzigartigen Thema: Bewusstsein, denn dies besitzen wir alle.

Bewusstheit für unser Bewusstsein besitzen wir noch viel zu wenig. Die Strukturen unseres Bewusstseins beginnen wir zunehmend zu verstehen. Welten unseres Bewusstseins können wir erleben und gemeinsam weiter erforschen. Die Reichweite unseres Bewusstseins schließlich kennen wir nicht, sie ist offen…

Mehr als 60 namhafte Referenten gaben in der unvergleichbaren Atmosphäre des historischen Regentenbaus in Bad Kissingen hierzu Impulse. Einige möchten wir Ihnen nennen:

  • Dr. Joachim Galuska – Bewusstsein
  • Dr. Dr. Hinderk M. Emrich – Die vielen Dimensionen von Bewusstsein – was bedeuten sie für uns?
  • Dr. Joachim Galuska – Geist und Seele
  • Dr. Dr. Harald Walach – Bewusstseinsforschung – ein Thema für die zukünftige Forschung?
  • Dr. Wilfried Belschner – Gesundes Bewusstsein
  • Dr. Joachim Galuska – Leben
  • Dr. Claus Eurich – Sprung über den Schatten – Perspektiven einer integralen Bewusstseinskultur
  • Dr. Dr. Ingrid Riedel – Nur Bewusstsein kann die Erde noch retten. Die Relevanz von Bewusstwerdung für Umwelt und Mitwelt
  • Dr. Dr. Hans-Peter Dürr – Wir erleben mehr als wir begreifen – Bewusstheit von Weisheit
  • Dr. Joachim Galuska – Evolution des Bewusstseins

Alle Vortragsreferenten unseres Kongressprogramms, sowie einen Bilderrückblick finden Sie in unserer Galerie.

Wir möchten Sie einladen innezuhalten und nachzuspüren, oder falls Sie am Kongress nicht teilnehmen konnten ihn ein wenig zu erkunden. Aus diesem Grund freuen wir uns, zusammen mit unserem Kooperationspartner Auditorium Netzwerk, Ihnen zwei Vorträge kostenfrei präsentieren zu dürfen:

Vortrag 1: Musik und Bewusstsein – vom Klang der Seele – Prof. Dr. Rolf Verres

Vortragsbeschreibung:

Musik kann – je nach Set und Setting – ähnlich einer psychoaktiven Substanz veränderte Bewusstseinszustände verstärken und ihnen eine Richtung geben. Angesichts der Intensivierung von Wahrnehmung in veränderten Bewusstseinszuständen lassen sich vielfältige Schlussfolgerungen für einen achtsamen Umgang mit Klängen ableiten: Welche Wahrnehmungsreize will ich wann in mich hereinlassen und welche nicht? Welche Relevanz hat die Musikpsychologie für die Bewusstseinsforschung? Was bedeuten sakrale Musik und Resonanz im Zeitalter von Weltmusik und einer zunehmenden Offenheit für Schamanismus und eine Wiederverzauberung der Welt?

Referentenbeschreibung:

Er ist Prof. Dr. med. Diplom-Psychologe, Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Ordinarius und Ärztlicher Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie an der Heidelberger Universitätsklinik. Studium der Medizin und Psychologie in Münster, Hamburg, Heidelberg und Stanford/USA. 1977 Promotion und 1986 Habilitation. 1987 bis 1991 Professor am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf. Forschungsschwerpunkte z. B: Subjektive Krankheitstheorien, Psychoonkologie, Musiktherapie, veränderte Bewusstseinszustände.

 

 

 

Vortrag 2: Wir erleben mehr als wir begreifen – Bewusstheit von Weisheit – Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Dürr

Vortragsbeschreibung:

Verständnis des “Bewusstseins” ist nicht eindeutig, wenn dessen Beschreibung an das zerlegbare, duale, Begreifbare gebunden bleibt, bei der die nicht greifbare, a-duale, unendlich lebendige Wirklichkeit, in der alles gleichwertig eingebettet ist, zu der uns gewohnten greifbaren, a-dualen Realität vereinfacht und dadurch wesentlich verstümmelt wird. Das von uns wahrgenommene Bewusstsein erlaubt keine Entwicklung, sondern seine Veränderung ist verbunden mit einer unterschiedlichen Vereinfachung des Unbegreiflichen zu etwas Begreiflichen, die als Gleichnisse – ähnlich wie die Vielfalt der Kulturen mit ihren verschiedenen Religionen – für eine Orientierung und beim Menschen für sein Handeln nötig ist. Die zweite Zeile im oben angegebenen Titel zeigt etwas von der möglichen Breite von Einstellungen, die vom “total sprachlosen” bis zum “weisen wissen” reicht.

Referentenbeschreibung:

 

 

Atom-Physiker: Diplom TU. Stuttgart 1953; PhD Berkeley California 1956; Wissenschaftl. Mitglied Max-Planck-Institut für Physik München 1963 und deren Direktor 1978-1995; Prof. Univ. München 1969; Gastprofs. Univ. Berkeley California 1962, 1968; Univ. Madras Indien; Univ. Nagoya Japan 2007; Univ. Peking China 2010; Schriftsteller.

 

 

 

 

Sie möchten mehr Heiligenfelder Kongresse nachspüren? Dann freuen Sie sich auf den Kongress 2014: „Burnout und Resilienz“.